Artikel aus dem Kicker 03-08-2015 Uli Gerke

Veh ist von Abrahams Schnelligkeit beeindruckt

Mit dem 3:2 nach 0:2-Rückstand gegen den japanischen erstligisten FC Tokio hat Eintracht Frankfurt vor 50.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena erneut den “Finance Cup” bei der Saisoneröffnungsfeier gewonnen. Im letzten Vorbereitungsspiel offenbarte Eintrachts neu formierte Abwehr zwar Licht und Schatten. Strahlender Lichtblick war aber Neuzugang David Abraham, der 90 Minuten in der linken Innenverteidigung überzeugte.

Starker Auftritt: Frankfurts Neuzugang David Abraham (re.) überzeugte gegen den FC Tokio.

Starker Auftritt: Frankfurts Neuzugang David Abraham (re.) überzeugte gegen den FC Tokio.
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Bei seiner besten Szene in der Offensive fehlte Abraham lediglich das Abschlussglück. Als der Neuzugang aus Hoffenheim in der 54. Minute energisch antrat, die Aktion mit einem präzisen Zuspiel auf Hasebe einleitete und in die Hereingabe des japanischen Teamkollegen hineinflog, fehlte dem Kopfball lediglich die Power. Das ermöglichte Tokios Torwart Tatsuya Enomoto, ein vorzeitiges drittes Gegentor zu verhindern. Fünf Minuten später beim Kopfball von Stefan Aigner war Enomoto dann machtlos.

Trainer Armin Veh zeigte sich nicht überrascht vom starken Auftreten des 1,7 Millionen Einkaufs vom Ligarivalen: “Man hat gesehen, warum wir ihn geholt haben. Er ist unheimlich schnell und hat ein sehr gutes Kopfballspiel. In der Bundesliga wird es nicht viele geben, die schneller sind als Abraham.” Seine Stärken stellte der 46-malige Bundesligaspieler mit italienischem und argentinischem Pass gegen Tokio in einigen heiklen Situationen eindrucksvoll unter Beweis.